1. Das Ausbildungsziel
2. Der Lernausweis
3. Ihr Fluglehrer
4. Die theoretische Ausbildung
  
5. Die praktische Ausbildung
6. Die praktische Prüfung
7. Die Ausbildungskosten
  
Download von: BAZL und Piloten - Motorflug
Vertrauensärzte
Die Untersuchungsberichte der BFU
top Der Ausbildungsweg zur Privatpilotenlizenz
Der erste Schritt auf dem Weg zum Berufspiloten ist immer der Erwerb der
Privat-Piloten-Lizenz.
Ein junger flugbegeisterter Mensch hat sich für den Einstieg in die Fliegerei entschieden.
Was erwartet ihn nun?
  
Bedingungen:
Mindestalter:
Maximalalter:
Medical:
  
17 Jahre (bei Beginn der Ausbildung)
abhängig vom Ergebnis der flugmedizinischen Untersuchung
Class II
top 1. Das Ausbildungsziel
Ziel der Ausbildung ist das sicheren Führen eines Flugzeuges nach VFR und den Erwerb des Privat-Piloten-Lizenz (PPL). Die Lizenz berechtigt Sie, selbständig Flüge im In- und Ausland durchzuführen.: Language Proficiency Check! Falls Sie Ambitionen haben, sich anschliessend weiter auszubilden bis zum Berufspiloten, dann finden Sie bei uns eine ideale Betreuung. Erwähnen Sie dies bitte auf Ihrer Anmeldung für die praktische Ausbildung. Die Gültigkeit des Ausweises ist auf zwei Jahre beschränkt.
Er kann erneuert werden, wenn Sie ein Mindesttraining von 12 Flugstunden pro Jahr geflogen und eine fliegerärztliche Kontrolluntersuchung absolviert haben.
top 2. Lernausweis
Zur Abklärung Ihrer Flugverträglichkeit können Sie auch ohne Lernausweis mit Ihrem Fluglehrer am Doppelsteuer 20 Starts und Landungen absolvieren, solche Flüge nennen wir "Schnupperflüge".
Da es einige Zeit dauert bis Sie den Lernausweis erhalten und Ausbildungsunterbrüche unbeliebt sind, sollten Sie sich frühzeitig um den Lernausweis bemühen.

Vorgehen
a) Lassen Sie sich die medizinische Flugtauglichkeit von einem Vertrauensarzt des
Bundesamtes für Zivilluftfahrt bestätigen.
b) Senden Sie die Bestätigung der fliegerärztlichen Untersuchung, zusammen mit dem
Erwerb eines Lernausweises für Motorflugzeuge, Federal Office of Civil Aviation FOCA,
Safety – Division Flight Personnel, 3003 Bern
top 3. Ihr Fluglehrer
Von den rund 400 Fluglehrern in den Flugschulen sind, mit Ausnahme des jeweiligen Saisonfluglehrers, alle nebenamtlich als Fluglehrer tätig. Hauptberuflich sind fast alle Fluglehrer in der professionellen Fliegerei tätig, als Piloten bei Fluggesellschaften oder im Militär, aber auch als Flugverkehrsleiter. aufgrund Ihrer Anmeldung für die praktische Ausbildung wird Ihnen ein Ihren zeitlichen und persönlichen Bedürfnissen entsprechender Fluglehrer zugeteilt. Er wird sein Bestes geben, um mit Ihnen Ihre Ausbildung planen, das für Sie ideale Schulflugzeug auszuwählen und Sie dann in dieses herrliche Hobby einzuführen oder die Grundlage für Ihre Berufskarriere zu legen.
top 4. Die theoretische Ausbildung
Die Theorie-Ausbildung absolvieren Sie am Besten in den Theoriekursen der einzelnen Schulen.
Die führen diese Kurse als Theorie am laufenden Band durch, d.h. Sie können jederzeit einsteigen.

Die Theorie besteht aus den Fächern:
- 10 Luftrecht
- 20 Allgemeine Luftfahrtzeugkenntnis
- 30 Flugleistungen und Flugplanung
- 40 Menschliches Leistungsvermögen
- 50 Meteorologie
- 60 Navigation
- 70 Betriebsverfahren
- 80 Grundlagen des Fluges
- 90 Radiotelefonie

Prüfung:
Prüfung anlässlich einer publizierten Session der NAA Anmeldung mit BAZL-Formular.

Die gesamte theoretische Prüfung (inkl. Wiederholungen) muss innerhalb von 18 Monaten seit dem ersten Prüfungsversuch bestanden sein.

Die theoretische Prüfung ist während 24 Monaten ab Bestehen gültig für den Lizenzerwerb.

Prüfungssprache: auf Antrag des Kandidaten D, F, I
top 5. Die praktische Ausbildung
Die Dauer der praktischen Ausbildung hängt in erster Linie von Ihren Wünschen und Ihrer Verfügbarkeit ab. Als kürzeste mögliche Zeitdauer gelten ca. 5-6 Wochen, wobei Sie sich in einem solchen Fall ausschliesslich für die Fliegerei freihalten müssen und auch das Wetter mitspielen muss. Als andere Extremvariante kann die Ausbildung über 3 Saison erstreckt werden, Ideal und in der Praxis auch am häufigsten vorkommend dauert die praktische Ausbildung eine Saison.

Grundsätzlich kann die praktische Ausbildung in folgende Stufen eingeteilt werden:
1 Basisausbildung: Fluglagen, Kurvenflug, Koordination in der Flugsteuerung
2 Standardverfahren im Flugplatzbereich
3 Aussergewöhnliche Situationen und Notverfahren,
1. Teil (beispielsweise simulierter Triebwerkausfall im Platzbereich)
4 Festigungsphase und erste Alleinflüge
5 überlandflug 1 (Navigation im einfachen Gelände, Anfliegen eines auswärtigen Flugplatzes)
6 Aussergewöhnliche Situationen und Notverfahren,
2. Teil (beispielsweise Fliegen mit kritisch hoher Geschwindigkeit)
7 überlandflug 2 (u. a. Navigation im Gebirge, Navigation alleine an Bord)
8 Lagefliegen nach Instrumenten
9 Radionavigation, erweiterte Flug- und ATC-Verfahren
10 Festigungsphase vor der Flugprüfung 
Praxis

Praxis Ausbildung auf SEP oder TMG
SEP = Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor
TMG = Motorsegler


MNM 45 Blockstunden
davon MNM 25 Std. DC
         MNM 10 Std. Solo
         MNM 5 Std. CC
Ausbildung auf MEP
   
MNM 70 Blockstunden
   
kein Alleinflug:
- vor dem 16. Geburtstag
- ohne gültiges Medical
- 270 km NAV-Flug mit zwei FS-Zwischenlandungen
- max 5 Stunden Ausbildung auf FNPT I oder FS
  sind anrechenbar Ausbildungsnachweis auf
  BAZL-Formular

Praktische Prüfung / Skill Test durch NAA
 
 
 
 
FS = Flugsimulator
FNPT =Trainingsgerät für Navigations- und Flugverfahren
 

NAA = Nationale Luftfahrtbehörde
top 6. Die praktische Prüfung
Die Flugprüfung wird durch einen Experten des Bundesamtes für Zivilluftfahrt abgenommen. Prüfungsort ist der Ihnen zu diesem Zeitpunkt vertraute Heimatflugplatz.
Damit Sie zur Prüfung zugelassen werden müssen Sie mindestens 45 Flugstunden absolviert haben, davon dürfen 5 Stunden auf einem vom BAZL für diesen Zweck zugelassenen Simulator (FS) angerechnet werden.
Die theoretische Prüfung ist unabhängig von der Flugprüfung und muss vor dieser bestanden sein.

Prüfung
Praxis: Skill test / Praktische Prüfung durch Examiner / FE
Anmeldung und Prüfungsprotokoll auf BAZL-Formular
Alle Teile des Skill test müssen innert 6 Monaten erfüllt sein
top 7. Die Ausbildungskosten
Die gesamte Ausbildung zum Erwerb des Privat-Piloten-Lizenz (PPL) kostet bei optimalem Verlauf:
Flugärztliche Untersuchung 300.-
BAZL, Lernausweis 75.-
Flugbuch 10.-
     
Theoriekurs 990.-
Theoriematerial  (Ordner, Meteo, Nav., Plotter) 550.-
Voicekurs inkl. "Calling Tower" 950.-
Luftfahrthandbuch, "VFR Manual"/ NOTAM 100.-
BAZL, Theorieprüfung 115.-
     
40 Flugstunden (min. gem. BAZL) à Fr. 225.- 9'000.-
5 Stunden Simulator ca. 500.-
Fluglehrerhonorar (Instruktionszeit) ca. 80 Stunden à Fr. 80.- 6'400.-
Landetaxen auswärts, 550.-
BAZL-Prüfung 300.-
BAZL, Ausweis 175.-
     
Total inkl. MwSt. 20'965.-
     

Diese Kostenzusammenstellung beruht auf einer Ausbildung auf ein zweiplätziges Grundschulflugzeug.